Hinterland


Hinterland kreiert Kleidungsstücke, die Motive aus der Heimat widerspiegeln - ländliche Motive, wie sie gern mit der österreichischen Identität in Verbindung gebracht werden, Sowohl in Österreich selbst wie auch im Ausland: Kühe, Edelweiß, saftige Weintrauben, Almrausch und blumengeschmückte Bauernhäuser, Lederhosen, Marterln, Gartenzwergidyllen, Almwiesen und Berge. Selten ist es die unberührte Natur, die Hinterland als Motive verwendet, sondern die von Menschen gestaltete Natur, jedoch immer im ländlichen Raum.

So wie jede Bekleidung eine grenze darstellt zwischen Mensch und Umgebung, möchte auch Hinterland durch die Wahl der Motive die grenzen aufzeigen zwischen Natur und Mensch, zwischen natürlicher Umwelt und den eingriffen des Menschen in die Natur. So wie sich der Österreicher gerne sieht (nebst Mozart und den Sängerknaben) und dieses Klischee auch nach außen hin präsentiert, Natur verbunden, bodenständig und in Dirndl oder Lederhose und sich damit eine nationale Identität geben will - diese Identitätssuche wird in stilisierter Form aufgezeigt und ironisch gebrochen. Neben Daniel Richter und Norbert Bisky ist er teil der inzwischen international hochgehandelten Berliner Künstlerszene. Auch die Altmeister schätzen den Jungstar: Jörg Immendorff ernannte ihn zum würdigen Nachfolger, Georg Baselitz sammelt Meeses Werke und stellte mit ihm gemeinsam aus, Gerhard Richter schätzt ihn. Meeses fantastisch-obszönes, düster-furioses Kunstuniversum sprengt jedes Format : er malt, zeichnet, baut Bühnenbilder und Skulpturen, spielt Theater, schreibt Manifeste, und performt.

2006 war Meese in Salzburg beim Kunstfestival "kontra.com" mit einer großformatigen arbeit im NEUTOR verteten.

2009 hat er bei den Salzburger Festspielen das Bühnenbild der Welturaufführung von Wolfgang Rihms "Dyonisos" geschaffen und einen Monat lang im arthotel Blaue Gans gewohnt.